Warum ist der Aufbau der Wirbelsäule so bedeutsam?

 

Aufbau der Wirbelsäule
Der mit Abstand wichtigste Knochen des Menschen.

Die Designer und Hersteller ergonomisch geformter Sitzkissen verfügen über genaue Kenntnisse über die Anatomie des menschlichen Knochensystems. Darüber hinaus ist eine intensive Zusammenarbeit mit Medizinern unerlässlich. Insbesondere der Aufbau der Wirbelsäule stellt eine ganz entscheidende Grundlage dar, um Sitzkissen mit orthopädischen Eigenschaften zu entwickeln.

 

Wie funktioniert die Wirbelsäule?

Die Wirbelsäule oder umgangssprachlich das Rückgrat, ist ein einheitliches Ganzes, das in verschiedene Segmente oder Abschnitte unterteilt wird.
 
Die kleinsten Einheiten dieses komplexen Konstruktes sind die Wirbelkörper, von denen jeder Mensch insgesamt 24 Stück besitzt. Die Wirbelkörper sind wie die Glieder einer Kette beweglich miteinander verbunden. Die zwischengelagerten Wirbelkörper werden in der Medizin deshalb auch als Bewegungssegmente deklariert.
 
Von ihrer Morphologie her sind die Wirbel knöchern. Die sogenannten Zwischenwirbelgelenke sorgen für eine stabile, aber bewegliche Verbindung. Für einen gewissen Polstereffekt der Wirbel untereinander sorgen die zwischen den Wirbeln integrierten Scheiben aus einem Knorpelgewebe. Die Zwischenwirbelscheiben oder Bandscheiben sind keine Knochen, sondern Knorpel mit einer Stöße dämpfenden Funktion. Insgesamt umfasst die Wirbelsäule ausgehend vom Kopf die Hals- und die Brust- sowie die Lendenwirbelsäule, das Kreuzbein und das Steißbein beziehungsweise die Sakralwirbelsäule und trägt somit den kompletten Oberkörper.


Wirbelsäule Unterteilung

Die Unterteilung in Bereiche und einzelne Wirbel

Alle diese Abschnitte setzen sich wiederum aus speziellen Wirbeln zusammen. In der Halswirbelsäule befinden sich sieben Halswirbel oder die cervicalen Wirbel (C1 bis C7). Zur Brustwirbelsäule gehören 12 Brustwirbel oder die thorakalen Wirbel (Th1 bis Th12). Fünf Lendenwirbel oder die lumbalen Wirbel (L1 bis L5) machen die Lendenwirbelsäule aus. Der Wirbel S1 stellt das Kreuzbein, der Wirbel S2 das Steißbein dar.
 
Die Wirbelkörper der Brustwirbelsäule unterscheiden sich von anderen Wirbeln durch ihren recht kleinen Bau. An der Spitze der Halswirbelsäule, auf dem Atlas, dem ersten Halswirbel, sitzt der Kopf auf. Gemeinsam mit dem Axis oder dem zweiten Halswirbel ist er für die waagerechten und die senkrechten Bewegungen des Kopfes zuständig.
 
Die Wirbel der Brustwirbelsäule sind wesentlich kräftiger und stabiler. Der Übergang zu den Rippen wird durch minimale gelenkige Verbindungen gewährleistet. Die Brustwirbelsäule ist ein anatomischer Bereich, an dem aufgrund von Bewegungsmangel und Fehlhaltungen die meisten Rückenbeschwerden auftreten. Da in der Brustwirbelsäule ebenfalls das Rückenmark verläuft, können beispielsweise Schmerzen bis in die Beine und den Kopf ausstrahlen.


Die richtige Sitzposition

Bedeutung der richtigen Sitzposition

Orthopädische Sitzkissen beeinflussen nicht nur die Brustwirbelsäule, sondern vor allem die Lendenwirbelsäule. Typische krankhafte Auffälligkeiten der großen Lendenwirbel werden unter Anderem durch eine vorzeitig Abnutzung oder einen schnellen Verschleiß verursacht. Klassisch sind Beeinträchtigungen der empfindlichen Bandscheiben durch falsches Sitzen, sowie anhaltende Fehl- und Falschbelastungen. Eine richtige Sitzhygiene ist daher gerade für die Lendenwirbel von enormer Bedeutung. Durch ergonomische Sitzunterlagen oder Sitzmöbel können beispielsweise Bandscheibenvorfälle und anhaltende Schmerzen verhindert oder gelindert werden.


Deswegen ist die Wirbelsäule biegsam

Es ist wichtig zu verstehen, wieso die Wirbelsäule eine so hohe Biegsamkeit besitzt und dennoch eine starke Stabilität vorweist. Die Sakralwirbelsäule setzt sich aus dem Steißbein und dem Kreuzbein zusammen. Auch diese Areale können bei dauerhafter einseitiger Fehlbelastung bald Beschwerden machen, wenn keine Entlastung möglich ist.

Wirbelknochen Aufbau

Mit folgender Abbildung des Wirbelknochens kann man dessen Funktion verständlicher erläutern. Davor aber sind weitere Bereiche zu analysieren. Von vorn gesehen, erscheint die Wirbelsäule gerade und schmal. An einem Skelett wird die eigenwillige gekrümmte Gestalt der Wirbelsäule deutlich sichtbar. Von der Seite betrachtet, gleicht die Wirbelsäule einem doppelten S. Diese Krümmung ist eine grundlegende Voraussetzung, um eine aufrechte Haltung mit einer stabilen Statik und eine Beweglichkeit zu gewährleisten.
 
Die Abschnitte Brustwirbelsäule und Steißbein zeigen eine Biegung zum Rücken hin oder eine konkave Gestalt. Eine solche Ausprägung erkennen die Fachleute unter dem Begriff der Kyphose. Die Lenden- und die Halswirbelsäule sind in die vordere Richtung gebogen oder konvex. Diese Biegung allerdings wird als Lordose bezeichnet. In der Mitte der Wirbelsäule verläuft der sogenannte Wirbelkanal, in dem das Rückenmark eingebettet ist. Außerdem sind an der Wirbelsäule zahlreiche Quer- und Dornfortsätze zu sehen, die als Anwuchsstellen für Muskeln und Bänder ihren eigentlichen Nutzen finden.
 
Natürlich können die einzelnen Abschnitte der Wirbelsäule immer nur als ganzes System betrachtet werden. Stellen sich einmal bestimmte Symptome an der Wirbelsäule ein, dann können diese im Laufe der Zeit und unbehandelt die komplette Wirbelsäule sowie die Hüftknochen erfassen. Deshalb muss rechtzeitig und am besten vorbeugend für ein richtiges Sitzen gesorgt werden.

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